Amortisation

In dem Feld der Amortisation muss zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen gibt es die energetische AmortisationAmortisation mit Photovoltaik und zum anderen die finanzielle Amortisation. Allgemein ist mit dem Begriff Amortisation eine Zeitdauer gemeint, in der ein Ausgleich einer vorangegangenen Aktion geschieht. Beispielsweise geht es bei der energetischen Amortisation darum, wie lange es genau dauert, bis die in die Produktion einer PV-Anlage gesteckte Energie von der Anlage selbst während ihres Betriebs erzeugt wird. Sobald eine Amortisation abgeschlossen ist, wirft in unserem Fall eine PV-Anlage nur noch Gewinne ab (ob finanziell für den Besitzer oder energetisch für eine umweltschonende Lebensweise).
Die energetische Amortisation ist in der Regel schnell abgeschlossen, wohingegen die finanzielle Amortisation sehr unberechenbar ist, da diese von vielen Faktoren abhängig ist.

Definition aus unserem Photovoltaik-Lexikon:

„Der größte Anreiz in eine Neuinstallation einer PV Anlage zu investieren, ist meistens der finanzielle Vorteil. Die finanzielle Amortisationszeit (FA) gibt an, wie lange es dauert, alle anfänglichen und laufenden Kosten zu decken. Sobald dieser Zeitraum vorbei ist, macht man durch eine PV Anlage nur noch Gewinn.
Neben der finanziellen Amortisationszeit gibt es auch die sogenannte energetische
Amortisationszeit (EA). Für jedes Solarmodul wird in der Herstellung ein bestimmter Energieaufwand betrieben. Die EA ist lediglich ein Maß für den Zeitraum, welcher benötigt wird, um so viel Energie zu erzeugen, wie zu der Herstellung eines Solarmoduls benötigt wurde.“

Unter die Lupe genommen: Finanzielle Amortisation – Wie lange dauert diese?

energetische AmortisationEin wirklich wichtiger Faktor ist die Tatsache, ob der selbst erzeugte Strom selbst verbraucht oder ins öffentliche Netz eingespeist wird. Im Gegensatz zu der energetischen Amortisation, welche hauptsächlich für die Umwelt eine Rolle spielt, geht es bei der finanziellen Amortisation nur um den Investor einer PV-Anlage.
Bei der energetischen Amortisation ist es nämlich egal, an wen der produzierte Solarstrom geht. Es zählt nur wie viel Energie im Verhältnis zum Herstellungsaufwand. erzeugt wird. Dahingegen zählen bei der finanziellen Amortisation nur die ersparten Kosten für den Investor. Dieser hat nämlich bei der Anschaffung der PV-Anlage eine gewisse Summe bezahlt und erwartet im Gegenzug, dass die Solaranlage nach einer möglichst kurzen Zeitdauer Rendite abwirft. Aus diesem Grund ist es so wichtig, genau darauf zu achten, wie viel Strom selbstverbraucht und eingespeist wird.
Zum einen wird man für die Einspeisung ins öffentliche Netz vergütet, spart aber im Gegenzug bei der eigenen Nutzung des Solarstroms Geld durch den Wegfall vom Kauf des teuren Haushaltstroms des Energiebetreibers.
In der Regel kann man mit modernen Solaranlagen eine finanzielle Amortisation in ungefähr 10 Jahren erreichen. Bei Teilnahme an einem Förderprogramm verkürzt sich die Zeitdauer zusätzlich um 1-2 Jahre.

 

Amortisationszeit mit Förderungseinfluss

Amortisation Tabelle 1

Wie man aus der obigen Tabelle entnehmen kann, ändert sich der finanzielle Amortisationszeitraum bei nicht vollständiger Eigenfinanzierung. Sobald ein Kredit aufgenommen wird, kann eine Verlängerung von bis zu 2 Jahren auftreten.
Aber auch bei 11 Jahren Amortisationsdauer hat man danach immer noch bis zu 19 Jahre Gewinn nach heutigem Standpunkt. Photovoltaik-Anlagen halten mittlerweile schon bis zu 30 Jahre. Um die Zeitdauer allerdings zu verkürzen, sollten alle möglichen Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Dazu finden Sie auch bei uns unter dem Punkt „Förderung“ alle möglichen Informationen, die sie benötigen.finanzielle Amortisation

Die Förderungen werden heutzutage nur von Ländern, Kommunen und Energieversorger zur Verfügung gestellt. Mit der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung, den zinsgünstigen Krediten von Banken in staatlicher Hand und durch Subventionierung der Einspeisevergütung sieht der Bund seine Pflicht als erledigt an.

Hier ein kleines Rechenbeispiel:

  • Ist man in der Lage, sich Förderungen in Höhe von 3.000 € für eine 5 kWp Anlage genehmigen zu lassen, kann man eine große Reduzierung der Amortisationsdauer erreichen. Bis zu 3 Jahre lassen sich demnach schaffen. Nach dieser Zeit arbeitet die PV-Anlage nur noch für Ihren Gewinn.

 

Unter die Lupe genommen: Ist die energetische Amortisation negativ?

Eine Amortisation ist negativ, wenn mehr Mittel in etwas reingesteckt worden sind, als wieder dabei herauskommen. Das bedeutet, dass die Lagerung, der Transport, die Herstellung und der Verkauf von PV-Anlagen viel mehr Energie verbrauchen würde, als die PV-Anlage in ihrer gesamten Lebensdauer produziert. Die Investitionsenergie in eine PV-Anlage wird im Fachjargon auch „graue Energie“ genannt.
Allerdings ist die Behauptung, dass Photovoltaik-Anlagen eine negative energetische Amortisation haben, nachweislich absolut schwachsinnig.

Amortisation macht glücklichDie damalige energetische Amortisation dauerte in der Regel um die 7 Jahre. Heute kann man von 2-3 Jahren ausgehen. Aber selbst wenn die Dauer heute noch 7 Jahre wäre, gäbe es keine negative energetische Amortisation. Das extreme Gegenteil ist nämlich der Fall. Da die Lebensdauer von PV-Anlagen bei bis zu 25 Jahren liegt, produziert eine heutige PV-Anlage mehr als zwei Jahrzehnte Solarenergie, nachdem bereits der energetische Amortisationspunkt erreicht ist.

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