Netzanschlussbegehren

Sobald ein Antrag für den Netzanschluss vorliegt, ist der Netzbetreiber in der Pflicht, diesen möglichst schnell zu bearbeiten. Allerdings wird dem Netzbetreiber keine bestimmte Frist gesetzlich vorgeschrieben, aber er sollte unbedingt darauf achten, keine schuldhafte Verzögerung herbeizuführen.

Die einzureichenden Unterlagen lauten:

  • Modulstandort
  • Nennleistung der PV-Module

Sobald diese Unterlagen eingegangen sind, wird der Anlagenbetreiber dahingehend informiert, wie es genau weitergeht. Er erhält also vom Netzbetreiber einen expliziten Zeitplan vorgelegt. Dieser enthält:

  • Fehlende Daten oder Informationen, welche der Anlagenbetreiber nachreichen muss
  • Informationen über den weiteren Ablauf

Wenn der Anlagenbetreiber den Aufforderungen des Netzbetreibers unverzüglich nachkommt, ist der Netzbetreiber dazu verpflichtet, folgende Dinge innerhalb von 8 Wochen dem Antragssteller auszuhändigen:

  • Kostenübersicht
  • Zeitpunkt des Anschlusses
  • Daten über den Verknüpfungspunkt, die vom Antragssteller zur Prüfung des Verknüpfungspunkts benötigt werden.

Außerdem gibt es weitere achtwöchige Frist. Die beiden Parteien müssen nämlich innerhalb von diesen 8 Wochen alle relevanten Daten über die Netzverträglichkeitsprüfung miteinander korrespondiert haben.

 

Hintergrund

  • 1 EEG 2009 / 2012 Netzbetreiber sind verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig an der Stelle an ihr Netz anzuschließen (Verknüpfungspunkt) […].
  • 5 Abs. 5:  Netzbetreiber sind verpflichtet, Einspeisewilligen nach Eingang eines Netzanschlussbegehrens unverzüglich einen genauen Zeitplan für die Bearbeitung des Netzanschlussbegehrens zu übermitteln.